Alle Artikel mit dem Schlagwort: Fotografie

Meisterklasse Fotografie

Richtig klasse diese Meisterklasse! Je länger man in diesem Buch liest und schaut, desto weniger will man aufhören. Denn das Buch ist sehr gehaltvoll. Paul Lowe leitet den Bereich Fotojournalismus und Dokumentarische Fotografie am Londoner College of Communication, University of the Arts London. Es gelingt Paul Lowe hier etwas ganz Besonderes. Er setzt der Beliebigkeit des Fotografierens die durchdachten und gelebten Ansätze vieler guter Fotografinnen und Fotografen entgegen. So kann man sich bei manchem seinen Teil denken und wird bei anderen Fotos und Personen erst zum Denken gebracht. Die Fotos haben Rahmen und hier werden die Rahmen der Fotografierenden gezeigt: wie sie entstanden, worauf sie achteten und was weggelassen wurde. Dadurch wird auch deutlich, daß die Fotografie ein Medium ist und jeder einzelne mit seiner Art schon zum Teil des Geschehens wird. Man muß begeistert über dieses Buch schreiben, wenn man nicht lügen will. In seiner Einleitung schreibt er unter dem Titel Performative Aspekte des Bildes: „Der Akt des Fotografierens kann als eine Art Performance betrachtet werden – der Pas de deux von Fotograf und …

Color Correction von Ernst Haas by Steidl

Ernst Haas war ein berühmter Fotograf. Er starb 1986. Und er kann uns heute noch viel sagen, wenn es um das ungestellte Komponieren beim Fotografieren geht. Ernst Haas fotografierte sehr viel in Farbe. Und er komponierte seine Fotos einfach mit dem, was er sah und durch die Wahl des Bildausschnittes zusammenfügte. Licht und Schatten, Gegenstände und Details. Wer das Buch aus dem Steidl-Verlag aufschlägt, der merkt, wie alles aus der eigenen Umgebung in der richtigen Kombination eine Art Malerei mit Licht werden kann. Haas hat selbst Vorhänge mit in die Komposition eines Fotos einbezogen. Aber er malte immer mit Licht und Schatten. So entstanden viele Fotos, die wie gemalt wirken aber rein durch die Wahl des Bildausschnittes so komponiert wurden einfach mit dem, was da war. Ernst Haas fotografierte viel für Magazine und manchmal für sich selbst. Und diese Fotos für sich selbst sind in dem wunderbaren Buch nun zu sehen. Es gibt sogar eine Webseite über Ernst Haas, die einen Eindruck von dem verschafft, wie er die Welt fotografisch darstellte. Das Buch im Steidl-Verlag …

American Realities von Joakim Eskildsen und Natasha Del Toro

Der Direktor des Time Magazine beauftragte Joakim Eskildsen, die wachsende Krise in den USA zu fotografieren. An insgesamt 36 Tagen in sieben Monaten fotografierte Eskildsen dort, wo nach den Statistiken die Armut am höchsten in den USA ist. So entstanden Fotos, die die Armut fokussiert darstellen sollen oder wie Barbara Kiviat im Nachwort schreibt „These Vignettes reflect a broader reality.“

Heinrich Zilles Berlin. Sein Milljöh in Zeichnungen und zeitgenössischen Fotografien von Rolf Fischer

Heinrich Zille und sein Milljöh – ein faszinierendes Zwiegespräch zwischen Kunst und Kamera Verblüffende Gegenüberstellungen von Zille-Zeichnungen und zeitgenössischen Fotografien, die sich gegenseitig ergänzen und erläutern Außergewöhnliche Bilddokumente vom „Arme-Leute-Berlin“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts Mit einer sachkundigen Einleitung und aufschlussreichen Begleittexten zu jedem Bildpaar Heinrich Zille hinterließ ein Werk, das in seiner Art in Deutschland einzigartig ist. Es porträtiert das Leben in den Berliner Hinterhöfen des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts in vielen Facetten und macht von den Mietskasernen der Arbeiterviertel bis zu den Badeseen des Umlands die Topografie der alten Reichshauptstadt sichtbar. In diesem Buch werden den Zeichnungen Zilles zeitgenössische Fotografien gegenübergestellt, in denen sich die Themen des „Raffaels der Hinterhöfe“ und die Berliner Schauplätze spiegeln. Kunstwerk und fotografisches Dokument treten auf diese Weise in einen reizvollen Dialog, der das Authentische der künstlerischen Darstellung befragt und die Fotografien mit sozialem Hintergrund ausfüttert. gebunden, ca. 120 farb. und s/w Abb. 128 Seiten, Format 21 x 26 cm ISBN 978-3-86941-126-2 12,99 Euro  

Das Auge des Arbeiters von Wolfgang Hesse (Hg.)

Das Auge des Arbeiters. Arbeiterfotografie und Kunst um 1930 Im Aufbruch der Medienmoderne hielten Arbeiter in den 1920er Jahren erstmals ihr beengtes Lebensumfeld, den Kampf der Arbeiterbewegung sowie die bewusste Theatralität des Alltags fest. In einem dreijährigen DFG-Projekt am Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde wurden über 5.000 Fotografien in sächsischen Sammlungen (Dresden, Zwickau, Leipzig) erschlossen – die umfangreichste und detaillierteste Forschung zu diesem Thema. Die Beiträge in dem Band diskutieren diese neue Bildkultur und setzen sie ins Verhältnis zur Grafik und Malerei der Zeit. „Das Auge des Arbeiters“ erscheint als Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung in den Kunstsammlungen Zwickau, dem Käthe Kollwitz Museum Köln und dem Stadtmuseum Dresden. Teil der Publikation ist ein Bestandsverzeichnis der 400 Fotografien des Leipziger Bauarbeiters und Bauhausschülers Albert Hennig in den Kunstsammlungen Zwickau. Die Ausstellung wandert von Zwickau (Mai – August 2014) über Köln (August – Oktober 2014) nach Dresden (März – Juni 2015). During the modernist media revolution of the 1920s, workers photographically recorded their cramped environments, the battles of the labor movement and their consciously theatrical every-day lives …

Fotografie und Geschichte von Jens Jäger

Über das Buch Die Historische Bildforschung wird in der Geschichtswissenschaft immer wichtiger. Vor allem für die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts liegen mit unzähligen Fotografien umfangreiche Bildquellen vor. Jens Jäger gibt einen knappen Überblick über die Geschichte der Fotografie und führt anhand zahlreicher Beispiele vor, wie diese Quellen historisch analysiert werden können. Er bezieht sich dabei auf Fotografien von Arbeit und Industrie, auf Propaganda- und Kriegsbilder sowie auf die Fotografie von Körpern und die Kolonial- und Reisefotografie. Der Band vermittelt Studierenden das nötige Rüstzeug für eigene Analysen historischer Fotografien. Das Buch ist im Campus-Verlag erschienen.

Krieg – Mit den Alliierten in Europa 1944-1945 von Lee Miller

Sie war eine der wenigen Frauen, die als Kriegskorrespondentinnen akkreditiert waren, und eine der neuen Stars des Journalismus, die plötzlich am Himmel aufgingen. Ihre Berichte und Fotos erschienen in der Vogue , denn selbst die Leser des Mode-Magazins wollten wissen, was es mit den Krauts auf sich hatte. Ihre Reportagen aus der Hölle, aus der unbekannten und fremden Welt mit dem Namen Drittes Reich gehören auch im Nachhinein zum Erhellendsten, was über Deutschland und seine Bewohner geschrieben wurde. Dieser Band enthält zum ersten Mal alle ihre Kriegsreportagen und zahlreiche ihrer berühmten Fotos, außerdem Briefe und Artikel über das befreite Paris und ihre Gespräche mit Picasso, Cocteau, Aragon, Eluard und Colette. Mit einem Vorwort von David E. Schermann Nachwort des Herausgebers Antony Penrose   Das Buch ist in der Edition Tiamat erschienen.  

Fotokaraoke

Die Bilder im Kopf prägen das Selbstbild eines Menschen und deren Summe bildet das ab, was gleich bleibt: die Identität. Fotokaraoke steht für das Phänomen, wie wir selbst zum Bild werden, um uns mit anderen Bildern zu synchronisieren. Im Fotokaraoke geht es um Wahrnehmungen innerer und äußerer Bilder, die unser Leben bestimmen, um Selbstbilder, Fremdbilder, Sinnbilder, Vorbilder: Wir sehen, fühlen und denken mit den Sprachen der Bilder. In kurzen, konzentrierten Überlegungen und persönlichen Assoziationen reflektiert der Autor und Fotograf Dieter Zinn über alltägliche, fiktive und verborgene Bildwelten. Der Autor und Fotograf Dieter Zinn, ist aufgewachsen in den 1950er Jahren im Ruhrgebiet. Lehre und Arbeit als Industriekaufmann. Danach Vertriebsmanager bei Bertelsmann. Es folgt ein Fotostudium an der Folkwangschule. 1984 an der GHS in Essen Diplomarbeit als Fotodesigner über «Monastisches Leben». Arbeit als Fotograf für Magazine und Kommunen. Geschäftsführer einer Werbeagentur in Essen. Seit 1997 Fotodesign und Fotografie für Geschäftsberichte, Porträts, Imagekampagnen. Workshops und Vorträge über Bildsprachen und Bildkommunikation. Ausbildungen und Zertifizierung als Businesscoach. Begleitung in Veränderungsprozessen als Fotocoach. Lebt heute in Hamburg. Dieter Zinn Fotokaraoke Wir …