Autor: mahlke & friends

Auf Wasser wandeln – Christo und Jeanne-Claudes Floating Piers auf dem Iseosee

Vom 18. Juni bis 3. Juli 2016 werden 100 Kilometer östlich von Mailand und 200 Kilometer westlich von Venedig Tausende von Menschen auf dem Wasser wandeln. Für Christo und Jeanne-Claudes The Floating Piers werden 70.000 Quadratmeter glitzernder gelber Stoff über ein modulares Schwimmdocksystem aus 220.000 hochverdichteten Polyethylenwürfeln gelegt, um vorübergehend einen drei Kilometer langen Steg über die Oberfläche des Iseosees zu bilden, der das Festland mit den Inseln Monte Isola und San Paolo verbindet. Die Stege werden 16 Meter breit und rund 40 Zentimeter hoch und an den Seiten abgeschrägt sein. Besucher können das Kunstwerk besichtigen, wenn sie von Sulzano zum Monte Isola und hinüber nach San Paolo laufen. Von den umliegenden Bergen wird man das Projekt aus der Vogelperspektive betrachten und dabei auch ganz neue Blickwinkel entdecken können. The Floating Piers wird Christo und Jeanne-Claudes erstes Großprojekt sein, seit sie 2005 The Gates realisierten, und es wird an ihre lange Geschichte italienischer Projekte anknüpfen, darunter Wrapped Fountain und Wrapped Medieval Tower 1968 in Spoleto, Wrapped Monuments 1970 in Mailand und The Wall –Wrapped Roman …

MAGNUM. Große Radrennen im Visier berühmter Magnum-Fotografen

Das Buch ist toll. In erstklassigen Aufnahmen halten 15 MAGNUM-Fotografen die expressivsten Momente der Radsportereignisse ihrer Zeit fest. Begleitet werden diese Fotografien von sachkundigen und anekdotischen Texten von Guy Andrews. Guy Andrews ist Gründer und ehemaliger Herausgeber des britischen Magazins Rouleur. In diesem Buch finden wir Fotos von Christopher Anderson, René Burri, Robert Capa, Henri Cartier-Bresson,  Martine Franck, Stuart Franklin, Leonard Freed, Harry Gruyaert, Thomas Hoepker, Richard Kalvar, Mark Power, Guy le Querrec, David Seymour, Chris Steele-Perkins, John Vink. Aber es ist ingesamt mehr. Wir können nicht nur die Tour de France von den Anfängen bis zur Gegenwart erleben, zugleich gehen wir mit den Fotografen auf ihre jeweils persönliche Foto-Tour und sehen, wie ihre Art zu fotografieren ist. Fotoreportagen bei der Tour de France von Magnum-Fotografen, die auf ihre eigene Art das Geschehen sahen und für sie interessante Momente festhalten. Wo gibt es so etwas noch? Die Reportage von Harry Gruyaert ist völlig anders als die von John Vink und Henri Cartier-Bresson blickt auf andere Themen als die Vorgenannten. Es ist dadurch ein Studienbuch zur …

Exodus – Leben auf der Flucht – Fotos von Sebastiao Salgado

„Migranten ist ein zugleich aufwühlendes und aufrührerisches Buch, weil es zu Urteilen zwingt und dem westlichen Betrachter nicht den gemütlichen Schauer erlaubt, das sei alles weit weg und habe mit seinem Leben nichts zu tun.“ – Deutschlandfunk Sebastião Salgados groß angelegte Bilddokumentation Exodus ist mittlerweile ein Klassiker zum Thema Migration und Vertreibung. Mehr als sechs Jahre investierte er in den 1990ern, um auf der ganzen Welt Menschen zu porträtieren, die durch Krieg, Völkermord, Unterdrückung, Elend und Hunger gezwungen waren, ihre Heimat aufzugeben und sich auf eine Reise mit ungewissem Ausgang zu begeben. In Südamerika, auf dem Balkan, in den Slums der Megacitys Asiens, im Nahen Osten und im Herzen Afrikas traf er Menschen, die zu einem Leben verurteilt waren, das sich der kleine glückliche Teil der Menschheit, der in Wohlstand und Frieden lebt, kaum auszumalen vermag. Weit mehr als ein Jahrzehnt ist vergangen, seit Exodus erstmals veröffentlicht wurde. Zu den größtenteils immer noch virulenten Krisenherden der 1990er sind neue hinzugetreten, zu den Millionen von heimatlosen und unbehausten Menschen von damals weitere Millionen hinzugekommen. Im Balanceakt …

Deutschland deine Götter

Buchtipp von Literaturtest: „Willkommen im Land der Götter! Gideon Böss durchstreift die bunte Glaubensrepublik Deutschland und fördert Informatives und Überraschendes zutage Deutschland sei längst ein Einwanderungsland, sagt Gideon Böss. „Zumindest was seine Götter betrifft.“ Der Schriftsteller und „Welt“Kolumnist hat sich aufgemacht, die alteingesessenen, zugezogenen und neuen Religionen und Glaubensgemeinschaften hierzulande besser kennenzulernen. Mit seinem Buch „Deutschland, deine Götter: Eine Reise zu Kirchen, Tempeln, Hexenhäusern“, das nun bei Tropen erschienen ist, legt Böss einen Erlösungsreiseführer der etwas anderen Art vor. Darin sucht er nicht nur alte Religionen wie den Katholizismus, den Islam oder das Judentum auf, um sie unter dem Mikroskop der Sinnsuche zu begutachten, sondern er betrachtet auch eher exotische Glaubensausrichtungen – so etwa die OshoBewegung. Mit dem Blick des neugierigen, interessierten und unterhaltsamen Reporters durchstreift der Atheist das Land, um herauszufinden, warum Menschen glauben, wie sie glauben und ob für ihn persönlich nicht doch eine passende Religion existiert. Böss schreibt: „Zwischen der Nordsee und den Alpen haben wir jedenfalls alles, was das monotheistische, das polytheistische und jedes andere sinnsuchende Herz begehrt. Und weil ich …

Heidelberg schwarz auf weiß

Urbane Poesie zwischen Bildern und Worten soll dieses Buch sein. Und es gelingt. Ein kleines Buch schafft es, eine Stimmung beim Blättern und beim Lesen zu erzeugen, die Melancholie und Weltschmerz mit Da-sein zwischen Geschicht und Gegenwart verbindet. Die Gedanken zu und aus Heidelberg von Jean Paul, Robert Schumann, Walter Benjamin und anderen schlagen die Brücke zwischen heute und gestern und vermitteln diese Poesie zu den Fotos: Eine Stadt, in der Menschen kommen und gehen aber die Strukturen bleiben bestehen. So ist hier ein kleines Buch gemacht worden, das echt eine Stimmung erzeugt – zumindest bei mir. Alle Fotografien sind monochrom schwarzweiß. Sie ermöglichen dadurch einen Abstand des Blicks, weil Farbe erst im Kopf umgesetzt werden muß. Sehr bezeichnend dafür ist die Brücke im Sonnenlicht (auf Seite 7). Sie zeigt eben nicht nur die Struktur sondern weil die Sonne die Flächen dominiert und zugleich keine Farbe zu sehen ist, blickt man automatisch mehrfach hin und erlebt die Wärme irgendwann über das Denken im Kopf. So entstehen Bilder im Kopf. Und weil dieses Foto eben nicht …

Ihr perfekter Auftritt von Waltraud Böhme

Ein schön gemachtes Buch wartet darauf, Ihnen bei ihrem Auftritt in der Öffentlichkeit hilfreich zur Seite zu stehen. Sehr übersichtlich gestaltet wirkt dieses Buch nicht nur durchdacht sondern hilft sehr schnell bei der Orientierung. Farben, Stil. Dresscode, Verhalten sind die Themen, die das Soziale im Miteinander ausmachen. Alles wirkt und wie man/frau es bewußt einsetzen kann wird hier erläutert. Das Buch ist doppelt gut, weil es sich nicht nur auf den Alltag bezieht sondern Orientierung bis ganz oben bietet. Wer trägt heute noch Smoking? Mehr als man denkt. Aber wann trägt man Smoking? „Beispiele für typische Smoking-Anlässe: Abendveranstaltungen ohne Frackzwang (z.B. Frankfurter Opernfestspiele) Bälle ohne Frackzwang (z.B. der Berliner Presseball)“ So leitet uns die Autorin Frau Böhme bis zu den höchsten Stufen im sozialen Leben von Deutschland. Und sie schreibt Regeln auf, die immer gelten: „Tragen Sie nur Kleidung, die Ihnen ein gutes Gefühl gibt“, ist so eine Regel. Und die gilt eigentlich immer. Wir alle erleben mit Sicherheit Momente, in denen wir mit unserem Aussehen unzufrieden sind. Möchten wir Image und Outfit verändern, sollten …

Dinner im Restaurant Lippeschlößchen

Darf das Ambiente etwas großzügiger sein? Dann bietet sich in Wesel das Restaurant Lippeschlößchen an. Ullrich Langhoff wirkt sehr überzeugend. Die Speisekarte bietet den Gästen neben biologisch angebautem Gemüse und Salat auch Bio-Fleisch aus der Umgebung. Eine Spezialität ist der „Bentheimer Teller“ mit Fleisch vom Bentheimer Landschwein. Neben regionalen Spezialitäten kommt auch die feine Kunst der visuellen Kreativität beim Essen nicht zu kurz. Und wie man an diesem Dessert sieht, wird auf jedes Detail wert gelegt. Im Lippeschlößchen wird gutes Essen und Gemeinsamkeit groß geschrieben. Und als ob das Essen nicht genügen würde schenkt uns der große Gastraum einen unbeschreiblichen Blick auf die Lippe.

Walter-Bräu in Wesel schmeckt besser

Wenn ein Braumeister zeigt was er kann, dann schmeckt das Bier einfach besser. Handwerk pur. Hier kommt Kunst noch von Können – von der Kunst ein Bier zu brauen. Der Braumeister Walter Hüsges begrüßte uns persönlich in seiner Hausbrauerei Walter-Bräu. Wir waren zu einem Bierseminar eingeladen und erfuhren, daß das Bier viel älter als Europa ist und die Menschen schon vor tausenden von Jahren auf den Geschmack gekommen sind. In gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre gestattete er uns, von seinen leckeren Biersorten zu probieren. Wer Bier mag, der kommt hier sicherlich auf seine Kosten, weil Wissen und Erfahrung optimal umgesetzt wurden. Aber auch Kaffee und Limonade luden in traditioneller Aufmachung zum Verweilen ein. Eine Sammlung von Dingen rund ums Bier ermöglichte dann vielfältiges Sinnieren über eines der ältesten Getränke der Welt. Na dann Prost!  

Bauernkäserei Straetmanshof – Naturprodukte vom Lande

Käse ist ein Naturprodukt, der mit viel Liebe und Sachverstand gemacht werden muß, um gut zu schmecken. Das Ehepaar Straetmans verkauft direkt an die Kunden. Ihr Betrieb und ihr Hofladen liegen mitten in dem Städtchen Kerken am Niederrhein. Sie sind auf Wochenmärkten zu hause und ihre Qualität überzeugt viele Kunden. Da gibt es keine Kompromisse bei der Qualität und dem Geschmack. Und die Kühe blicken eher uninteressiert auf die Besucher. Die Bauernkäserei Straetmanshof ist ein Paradies für Käsefreunde und Genießer. Schon der Blick in den Hofladen zeigt die Mühe und die Liebe dem Detail. Es steht ein großer Parkplatz zur Verfügung. Ein Ausflug zum Straetmanshof lohnt sich ebenso wie der Besuch eines Wochenmarktes auf dem sie zu finden sind. Mehr auf bauernkaese.info  

Der St. Töniser Obsthof – wer Äpfel liebt, kann hier sein Glück finden

Rudolf Steves ist der Hausherr auf dem Obsthof St. Tönis. Er kümmert sich um seine Äpfel. Schon die Atmosphäre im Hofladen lädt zum Verweilen ein. Äpfel sind gesund und seit Jahrtausenden ein schmackhafter Begleiter in guten und schlechten Zeiten. Hier wachsen sie direkt neben dem Hofladen. Vor dem Haus kann man gut parken. Im Hofladen hat man die Gelegenheit, die Vielfalt der Produkte kennenzulernen. Es ist ein Einkaufserlebnis für groß und klein, weil Äpfel auch für Kinder gesund und lecker sind. Ideal mit dem Auto erreichbar oder durch die Apfelplantagen mit dem Fahrrad.